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Werden Facebook und Instagram in Europa bald abgeschaltet??
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Mittwoch 09 Feb 2022

Diese Schlagzeile gab in den letzten Tagen viel zu reden: Meta (Ex-Facebook) droht mit der Abschaltung von Facebook und Instagram in der EU. M├╝ssen sich Social Media-Verantwortliche schon mal nach einem neuen Job umsehen? Waren die sorgf├Ąltig aufgebauten Social Media-Kan├Ąle des Unternehmens vergebliche M├╝he?

Wir sagen: Alles halb so wild. Gerne ordnen wir die Fakten f├╝r dich ein und sagen, warum Alarmismus fehl am Platz ist.

Zuerst die Hintergr├╝nde: Gem├Ąss EuGH d├╝rfen personenbezogene Daten nicht mehr ohne Pr├╝fung in die USA ├╝bermittelt werden. Im Jahr 2020 hatte der Europ├Ąische Gerichtshof das Privacy-Shield-Abkommen f├╝r ung├╝ltig erkl├Ąrt. Das Gericht begr├╝ndete die Entscheidung damit, dass Daten auf Servern in den USA nicht ausreichend gesch├╝tzt sind. Meta verarbeitet die Daten u.a. um personalisierte Werbung zu verkaufen. Es geht hier also um Kerngesch├Ąft aller Meta-Firmen. Folgerichtig hat Meta in seinem Jahresbericht an die US-B├Ârsenaufsicht Securities and Exchange Commission (SEC) erkl├Ąrt, ohne den Austausch dieser Daten werde es nicht mehr m├Âglich sein, die Dienstag von Facebook, Instagram oder WhatsApp in Europa anzubieten.

Hier drei Gr├╝nde, weshalb Meta diese Drohung nicht wahrmachen wird:

- Meta generiert in Europa 25% seiner Werbeeinnahmen aus monatlich 400 Millionen Userinnen und User. Auf diese zu verzichten w├Ąre wirtschaftlich zu schmerzhaft. Speziell jetzt, denn:

- Meta verliert massiv User, vor allem bei der j├╝ngeren Generation. Als Mark Zuckerberg Anfang Februar die Quartalszahlen pr├Ąsentierte, st├╝rzte die Meta-Aktie um 29% ab (in absoluten Zahlen waren das 251 Milliarden Dollar).

- Der Konkurrent TikTok ist nicht zu bremsen und knackte im vergangenen Jahr die symbolisch wichtige Marke von einer Milliarde Nutzern weltweit. S├Ąmtliche neuen Instagram Features wie Reels, sind denn auch eine direkte Antwort auf die Konkurrenz aus China.

Es bleibt also spannend: Derzeit gehen die Verhandlungen mit der EU ├╝ber die Nachfolgeregelung des gekippten Privacy-Shield-Abkommens in die entscheidende Phase. Wir bleiben dran.

 

 

Quellen: tagesschau.de, Handelszeitung

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